OK, für Office 2010 kommen meine Wünsche zu spät, aber eventuell könnte das Team in Redmond die Wünsche in der nächsten Office-Version berücksichtigen.
Das Speicherverhalten von Word ist teilweise recht unlogisch, vermutlich weil es historisch so gewachsen ist und niemand auf die Idee gekommen ist, das mal zu überprüfen und zu ändern. Es geht mir hier nicht um den Speicherort im Dateisystem, der lässt sich ja konfigurieren, sondern darum, was Word im Dokument abspeichert und was in irgendwelchen INI-Dateien oder in der Registry abgespeichert wird.
So wird der Zoomfaktor im Dokument abgespeichert. Weshalb? Ich schreibe meine Dokumente in der Regel auf dem Desktop oder dem Laptop. Auf beiden Rechnern verwende ich den Zoomfaktor Seitenbreite. Anschließend lese ich das Dokument auf dem Tablet PC Korrektur. Da ich den Tablet PC im Hochformat verwende, ist die Schrift mit diesem Zoomfaktor zu klein. Daher verwende ich dort immer den Zoomfaktor Textbreite. Ich muss also jedes Mal, wenn ich beginne, einen Text zu lesen, den Zoomfaktor umstellen und nach dem Korrekturlesen muss ich ihn wieder zurückstellen. Ich würde es für sinnvoller halten, wenn der Faktor irgendwo in einer INI oder der Registry gespeichert würde, damit das Dokument immer mit dem richtigen Zoomfaktor für den entsprechenden Rechner angezeigt wird.
Nur mal so nebenbei: Es ist ja immer schön, wenn eine neue Version das gleiche Verhalten hat wie ihr Vorgänger. Manchmal kann es aber auch nerven, vor allem, wenn das Verhalten ein Bug ist. Der Bug beim Abspeichern des Zoomfaktors ist in Office mindestens seit der Version 2003 vorhanden.
Für den Fall, dass ihn jemand noch nicht kennt, beschreibe ich ihn hier noch einmal: Der Faktor wird zwar im Dokument gespeichert, die Änderung des Zoomfaktors wird aber nicht als Änderung erkannt. Sichtbar wird dieser Bug reproduzierbar in folgendem Szenario: Ich lese meinen Text Korrektur und speichere das Dokument nach jedem Abschnitt. Wenn ich im letzten Abschnitt keinen Fehler finde, zum Abschluss den Zoomfaktor zurückgesetzt und auf Speichern getippt habe und im Anschluss das Dokument neu öffne, wird es wieder mit dem Faktor Textbreite angezeigt. Damit der Zoomfaktor gespeichert wird, ist es erforderlich, noch eine weitere Änderung vorzunehmen, beispielsweise kann ich ein Leerzeichen einfügen und wieder löschen. Dann klappt's auch wieder mit dem Speichern des Zoomfaktors. Irgendwie ist dieses Verhalten nicht wirklich befiedigend.
Die Sprache, in der ein Dokument verfasst wurde, wird dagegen nicht im Dokument gespeichert. Das führte in der Private Beta, in der die deutsche Rechtschreibung nicht funktionierte, dazu, dass ich englischsprachige Dokumente, die ich bearbeiten musste, zunächst markieren musste, um anschließend die Sprache umzustellen. Für mein Gefühl gehört die Sprache zum Dokument und sollte auch dort gespeichert werden. Stattdessen verwendet Word die Standardsprache, führt erst in ihr die Rechtschreibprüfung durch, stellt anschließend fest, dass die Standardsprache nicht mit der des Dokuments übereinstimmt und führt erneut eine Rechtschreibprüfung durch. Bei langen Dokumenten führt dies zu einem anfangs ziemlich schleppenden Arbeitsablauf. Würde die Sprache im Dokument gespeichert, wäre das nicht erforderlich.
Sicher lassen sich noch weitere Punkte finden, in denen die Speicherung nicht optimal ist. Ich meine, das Team sollte sich für die nächste Version einmal dieses Problems annehmen.
Gruß
Mathias
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